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Kanzlei für

Steuerrecht und Steuerstrafrecht

Spezialisiert.

Professionell.

Effektiv.

Hanau

Anwalt im Steuerrecht & Steuerstrafrecht

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RA Ibrahim Cakir

Steuerstrafverteidiger

Statue der Gerechtigkeit

Ich nehme mir stets Zeit für Ihre Anliegen und Bedürfnisse und erarbeite eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen

Rechtsanwalt & Steuerstrafverteidiger

LL.M. Steuerrecht 

LL.M. Wirtschaftsstrafrecht

10 Jahre Erfahrung

Expertenwissen im Steuerrecht

Voller Einsatz ohne Kompromisse!

Ihr Anwalt für Steuerrecht und Steuerstrafrecht für Hanau

Ihr Restaurant, Ihr Imbiss, Ihr Kiosk steht auf der Prüfungsliste – und Sie wissen es vielleicht noch nicht. Das Finanzamt Hanau wählt bargeldintensive Betriebe gezielt aus: Döner-Läden, Asia-Restaurants, Pizzerien, Bäckereien, Spätkauf. Erst kommt die Kassennachschau, dann die Betriebsprüfung, dann der Schätzungsbescheid. Wir stoppen diese Kette, bevor sie Sie zum Straftäter macht. Für Gastronomen und Einzelhändler aus Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis sind wir von Frankfurt aus in 25 Minuten erreichbar – persönlich, telefonisch oder per Video. Rechtsanwalt Ibrahim Cakir ist Fachanwalt für Steuerrecht und spezialisierter Steuerstrafverteidiger. Beratung auf Deutsch,Türkisch und Englisch

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Persönliche Termine sind nach Vereinbarung in Frankfurt oder Mainz möglich.

KSW – Anwalt für Steuerrecht & Steuerstrafrecht in

Mainz (Kanzleisitz)

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Tel.: 06131 464 88 70

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Referenzen

Rechtsanwalt/Anwalt Steuerrecht und Steuerstrafrecht und Selbstanzeige in Mainz, Türkischer, Türkei, Türkisch, Informationsaustausch
Rechtsanwalt/Anwalt Steuerrecht und Steuerstrafrecht und Selbstanzeige in Mainz, Türkischer, Türke, Türkei, Informationsaustausch, Bilgi paylasimi
Rechtsanwalt/Anwalt Steuerrecht und Steuerstrafrecht und Selbstanzeige in Mainz, Türkei, Türkisch, Türkischer, Informationsaustausch, Bilgi Paylasimi

Fachwissen, dem Institutionen vertrauen - Rechtsanwalt Cakir ist nicht nur in der Verteidigung im Steuerrecht und Steuerstrafrecht spezialisiert, sondern vermittelt sein Wissen auch an angehende Meister, Fach- und Führungskräfte sowie Studierende. Als Dozent im Steuerrecht war er unter anderem für die Handwerkskammer Rheinhessen, die Südwestdeutsche Fachakademie der Immobilienwirtschaft sowie die iba University tätig.

Beratung

STEUERSTRAFRECHT

Vom Steuerfahndungsfall über steuerliche Korrekturen bis zu Verhandlungen vor Straf- und Finanzgerichten – Steuerstrafrecht ist unsere Kernkompetenz.

SELBSTANZEIGEN

Strafbefreiung durch Selbstanzeige erfordert Takt, Fachwissen und Sorgfalt – wir begleiten Sie diskret und rechtskonform durch jeden Verfahrensschritt.

STEUERSTREIT

Ob Einspruchsverfahren, AdV-Antrag oder Klage vor dem Finanzgericht – wir vertreten Ihre Interessen entschlossen gegenüber Finanzamt und Finanzgericht.

SCHWARZARBEIT

Verfahren wegen Schwarzarbeit, Vorenthalten von Sozialabgaben oder illegaler Beschäftigung – wir sichern Ihre Verteidigung vom ersten Verdacht an.

Echte Erfahrungen unserer Mandanten

Herr Cakir hört wirklich gut zu, baut sofort ein profundes Verständnis für die Thematik auf und stellt sich auf die spezifische Situation des Mandanten individuell ein. Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt und bedanke mich für die schnelle, unkomplizierte, kompetente und professionelle Unterstützung!
Ich danke Herrn Çakır herzlich, da er mich in meinem Fall kompetent beraten und durch seine gezielte Unterstützung ein positives Ergebnis erzielt hat. Ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.

Vereinbaren Sie Ihre Erstberatung

Schnelle, diskrete und kompetente Hilfe im Steuerrecht & Steuerstrafrecht. Nutzen Sie die Möglichkeit zu einem Erstgespräch und schildern Sie uns Ihr Anliegen in Ruhe. Wir bieten Ihnen kurzfristige Termine – in der Regel innerhalb von 24 Stunden – und nehmen uns die Zeit, Ihre Situation klar zu analysieren und die nächsten Schritte zu besprechen.

Persönliche Termine sind in Mainz, Frankfurt und Mannheim möglich, auf Wunsch auch telefonisch oder per Videokonferenz. Kontaktieren Sie uns noch heute – wir sind zuverlässig für Sie erreichbar und unterstützen Sie bei allen steuerlichen und steuerstrafrechtlichen Fragen.

Steuerhinterziehung Verteidigung – Anwalt für Hanau

Für Gastronomen in Hanau beginnt das Problem lange bevor der erste Prüfer vor der Tür steht. Im Finanzamt Hanau existiert eine Datei mit Betrieben, die für eine Prüfung vorgesehen sind. Döner-Restaurants, Asia-Imbisse, Pizzerien, Bäckereien, Kioske – bargeldintensive Betriebe landen dort fast automatisch. Sie haben nichts falsch gemacht, aber Sie stehen auf der Liste. Und irgendwann kommen sie.

 

Was dann passiert, folgt einem festen Muster.

 

Erst erscheint ein Prüfer zur Kassennachschau, unangekündigt, während Sie Kunden bedienen. Er will Ihre Kasse sehen, die Programmierung, die Z-Bons, die Stornos. Er fotografiert, notiert, stellt Fragen. Wochen später folgt die Betriebsprüfung. Der Prüfer vergleicht Ihren Wareneinkauf mit Ihrem erklärten Umsatz und stellt fest: Die Zahlen passen nicht zusammen – jedenfalls nicht nach seinen Berechnungen. Er schätzt hinzu, oft pauschal, oft zu hoch. Aus der Schätzung wird ein Steuerbescheid mit Nachzahlung im fünfstelligen Bereich. Und dann kommt der Brief, vor dem sich jeder Unternehmer in Hanau fürchtet: Einleitung eines Steuerstrafverfahrens wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

 

Warum gerade Hanau?

 

Der Main-Kinzig-Kreis hat eine der höchsten Dichten an Gastronomiebetrieben in Hessen. Türkische Restaurants, Döner-Imbisse, asiatische Schnellrestaurants, Pizzerien, Spätkauf-Läden – die Vielfalt ist groß, und fast alle arbeiten überwiegend mit Bargeld. Das Finanzamt Hanau kennt diese Strukturen. Es weiß, wie ein Döner kalkuliert wird, welche Margen bei einer Pizzeria üblich sind, wie viel Reis ein Asia-Imbiss pro Tag verbrauchen sollte. Und es weiß, wo es suchen muss.

 

Für viele Betriebsinhaber in Hanau ist das ein Problem. Nicht weil sie betrügen, sondern weil die Realität komplizierter ist als die Tabellen des Finanzamts. Der Wareneinsatz schwankt. Die Portionsgrößen variieren. Es gibt Verderb, Personalessen, Rabattaktionen. All das berücksichtigt die Standardkalkulation des Finanzamts nicht – oder nicht ausreichend. Die Differenz, die der Prüfer findet, ist oft keine Hinterziehung. Es ist eine Lücke zwischen Theorie und Praxis. Aber für das Finanzamt Hanau ist diese Lücke erstmal ein Verdacht.

 

Die Kette, die Sie in den Augen der Steuerfahndung zum Straftäter macht

 

Das Gefährliche an Steuerstrafverfahren in Hanau ist nicht der einzelne Schritt. Es ist die Kette, die sich fast automatisch in Gang setzt. Die Kassennachschau führt zur Betriebsprüfung. Die Betriebsprüfung führt zur Schätzung. Die Schätzung führt zur Meldung an die Bußgeld- und Strafsachenstelle. Die Meldung führt zum Strafverfahren. Und plötzlich stehen Sie nicht mehr nur vor einer Steuernachzahlung, sondern vor einem Staatsanwalt. Was viele Gastronomen in Hanau nicht wissen: Diese Kette lässt sich unterbrechen. Aber nur, wenn Sie früh genug handeln. Jeder Schritt, den Sie ohne anwaltliche Begleitung gehen, macht den nächsten Schritt wahrscheinlicher. Jede Aussage, die Sie gegenüber dem Prüfer machen, kann später gegen Sie verwendet werden. Jede Erklärung, die Sie abgeben, um sich zu rechtfertigen, wird Teil der Ermittlungsakte.

 

Was wir für Mandanten aus Hanau tun

 

Unsere Verteidigung setzt dort an, wo die Kette noch zu stoppen ist. Wenn Sie eine Prüfungsanordnung vom Finanzamt Hanau erhalten haben, übernehmen wir sofort die Kommunikation. Wir beantworten keine Fragen, die Sie belasten könnten. Wir fordern die Berechnungsgrundlagen des Prüfers an und prüfen sie auf Fehler. Wir legen dar, warum die Schätzung in Ihrem konkreten Fall nicht passt – weil Ihr Betrieb anders funktioniert als der Durchschnitt, weil saisonale Schwankungen nicht berücksichtigt wurden, weil die Richtsätze für Ihre Betriebsart falsch angesetzt wurden.

 

Wenn der Prüfer trotzdem Richtung Strafverfahren tendiert, argumentieren wir gegen den Vorsatz. Steuerhinterziehung erfordert, dass Sie wissentlich und willentlich falsche Angaben gemacht haben. Für Gastronomen in Hanau lässt sich oft zeigen, dass kein Vorsatz vorlag: Sie haben sich auf Ihren Steuerberater verlassen, die Kassenanforderungen waren Ihnen nicht bekannt, Mitarbeiter haben ohne Ihr Wissen gehandelt, sprachliche Barrieren haben zu Missverständnissen geführt. All das sind Argumente, die den Vorwurf entkräften können.Ist das Strafverfahren bereits eingeleitet, verteidigen wir Sie vor der Steuerfahndung Frankfurt und der Staatsanwaltschaft Hanau. Wir streben eine Einstellung an – entweder mangels Tatverdacht oder gegen Zahlung einer Auflage.

Wenn das nicht möglich ist, kämpfen wir für einen Strafbefehl ohne öffentliche Hauptverhandlung. Und wenn es zum Prozess kommt, stehen wir vor dem Amtsgericht Hanau oder dem Landgericht Hanau an Ihrer Seite.Was auf dem Spiel stehtFür Gastronomen aus Hanau geht es bei einem Steuerstrafverfahren um mehr als Geld. Natürlich drohen Nachzahlungen, oft im fünf- oder sechsstelligen Bereich. Natürlich kommen Zinsen dazu, sechs Prozent pro Jahr, rückwirkend. Aber das ist nicht alles.Ein Steuerstrafverfahren kann Ihre Gewerbeerlaubnis gefährden. Die Stadt Hanau prüft bei Verurteilungen, ob Sie noch zuverlässig genug sind, um ein Gewerbe zu führen. Ein Steuerstrafverfahren kann Ihren Aufenthaltstitel gefährden, wenn Sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Ein Steuerstrafverfahren führt ab 90 Tagessätzen zu einem Eintrag im Führungszeugnis, der bei jeder Behörde, jedem Vermieter, jedem Arbeitgeber sichtbar wird. Und ein Steuerstrafverfahren spricht sich herum – in der Community, unter Geschäftspartnern, bei den Lieferanten.

 

Warum türkische Beratung einen Unterschied macht

 

Viele unserer Mandanten in Hanau haben einen türkischen Hintergrund. Sie führen Döner-Restaurants, Bäckereien, Imbisse, Supermärkte. Sie haben ihre Betriebe über Jahre aufgebaut, oft als Familienbetrieb, oft mit wenig Unterstützung. Ein Steuerstrafverfahren bedroht alles, wofür sie gearbeitet haben.Für diese Mandanten macht es einen Unterschied, den Fall in der Muttersprache besprechen zu können. Steuerrecht ist kompliziert. Strafrecht ist bedrohlich. Beides zusammen auf Deutsch zu verstehen, während die eigene Existenz auf dem Spiel steht, ist für viele eine Überforderung.

 

Wir beraten auf Türkisch – nicht als Zusatzleistung, sondern weil wir wissen, dass gute Verteidigung auch bedeutet, verstanden zu werden.Rechtsanwalt Ibrahim Cakir kennt die Strukturen türkischer Familienbetriebe in Hanau. Er weiß, wie die Rollenverteilung funktioniert, wie die Buchführung oft organisiert ist, welche Fehler typisch sind. Und er weiß, wie man diese Strukturen gegenüber dem Finanzamt und der Staatsanwaltschaft erklärt – so, dass aus einem Verdacht kein Vorwurf wird.Jetzt handeln – bevor die Kette weiterläuftWenn Sie eine Kassennachschau hatten, wenn eine Betriebsprüfung angekündigt wurde, wenn Sie einen Schätzungsbescheid erhalten haben, wenn ein Strafverfahren eingeleitet wurde – warten Sie nicht ab. Jeder Tag, den Sie ohne anwaltliche Verteidigung verstreichen lassen, macht die Sache schwieriger.Unser Standort Frankfurt liegt 25 Minuten von Hanau entfernt.

 

Bei Durchsuchungen oder Kassennachschauen kommen wir direkt zu Ihnen nach Hanau. Termine sind persönlich in Frankfurt, telefonisch oder per Video möglich.

 

Die Ersteinschätzung ist diskret und unverbindlich.Telefon Frankfurt: 069 153 294 512

FAQ: Steuerfahndung Hanau

1. Was macht die Steuerfahndung Hanau?
Sie ermittelt bei Verdacht auf Steuerhinterziehung, prüft steuerliche Sachverhalte und führt Durchsuchungen durch.

2. Muss ich bei einer Durchsuchung mitwirken?
Nein. Sie müssen die Maßnahme dulden, aber Sie haben das Recht zu schweigen und sollten keine Unterlagen freiwillig herausgeben, bevor Sie mit Ihrem Anwalt gesprochen haben.

3. Was droht mir, wenn die Steuerfahndung gegen mich ermittelt?
Neben Geld- oder Freiheitsstrafe drohen oft hohe Steuernachzahlungen, Zinsen und ein nachhaltiger Imageschaden.

4. Wie kann ich mich schützen?
Kontaktieren Sie sofort einen Fachanwalt für Steuerstrafrecht in Hanau. Dieser kann Akteneinsicht beantragen, Verteidigungsstrategien entwickeln und Schätzungen anfechten.

5. Wann ist eine Selbstanzeige sinnvoll?
Wenn Sie steuerliche Fehler erkannt haben, bevor die Steuerfahndung aktiv wird. Eine rechtzeitige und vollständige Selbstanzeige kann zur Straffreiheit führen.

Hanau - Durchsuchung & Durchsuchungsbeschluss

Durchsuchung durch die Steuerfahndung – was tun?

Eine Hausdurchsuchung durch die Steuerfahndung in Hanau ist ein massiver Eingriff in die Grundrechte. Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist in Art. 13 Grundgesetz geschützt. Dennoch dürfen Steuerfahnder Ihre Wohnung oder Geschäftsräume betreten, wenn ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vorliegt – oder im Ausnahmefall bei „Gefahr im Verzug“.

Voraussetzungen für einen Durchsuchungsbeschluss

  • Richterliche Anordnung: Regelfall, die Steuerfahndung beantragt beim Amtsgericht.

  • Gefahr im Verzug: Nur in echten Eilfällen darf die Staatsanwaltschaft selbst anordnen.

  • Beschuldigter oder Dritte: Nach § 102 StPO ist die Durchsuchung beim Beschuldigten zulässig, nach § 103 StPO auch bei unbeteiligten Dritten (z. B. Steuerberater, Geschäftspartner).

Rechte des Betroffenen

  • Schweigerecht: Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen.

  • Recht auf Anwalt: Sie dürfen sofort einen Verteidiger kontaktieren – das Telefonat muss ungestört möglich sein.

  • Formale Kontrolle: Sie dürfen sich den Durchsuchungsbeschluss zeigen lassen und Namen der Beamten notieren.

  • Widerspruchsrecht: Sie können der Durchsuchung widersprechen, ohne diese zu behindern. Der Widerspruch wird protokolliert und kann später rechtlich geprüft werden.

Ablauf einer Durchsuchung

In der Praxis sind Durchsuchungen gründlich vorbereitet: Personalien, Steuerakten und Grundrisse liegen den Beamten meist schon vor. Häufig wird parallel auch die Beschlagnahme von Unterlagen, Computern und Datenträgern angeordnet. Für Betroffene ist das Risiko groß, durch unbedachte Aussagen die eigene Lage zu verschlechtern.

Rechtsmittel gegen einen Durchsuchungsbeschluss

  • Beschwerde nach § 304 StPO gegen richterliche Durchsuchungsanordnungen

  • Antrag auf richterliche Entscheidung (§ 98 Abs. 2 StPO) bei Beschlagnahmen

  • Verfassungsbeschwerde im Ausnahmefall

  • Dienstaufsichtsbeschwerde gegen unzulässiges Verhalten von Beamten

 

Warum sofort ein Anwalt helfen sollte

Viele Durchsuchungsbeschlüsse sind formelhaft und fehlerhaft begründet. Dennoch werden sie in der Praxis fast nie abgelehnt. Ein erfahrener Anwalt für Steuerstrafrecht in Hanau prüft:

  • ob die Voraussetzungen tatsächlich vorlagen,

  • ob die Durchsuchung verhältnismäßig war,

  • ob Beschlagnahmen rechtmäßig sind und

  • ob ein Beweisverwertungsverbot in Betracht kommt.

 

Unsere Kanzlei begleitet Sie vom ersten Moment an: Wir kommen unverzüglich zur Durchsuchung, sichern Ihre Rechte, verhindern unnötige Eingriffe und legen Rechtsmittel ein, wenn die Maßnahme rechtswidrig war.

FAQ Hanau – Durchsuchung & Durchsuchungsbeschluss

1. Darf die Steuerfahndung meine Wohnung einfach durchsuchen?
Nein. Eine Durchsuchung braucht in der Regel einen richterlichen Beschluss. Nur in seltenen Eilfällen („Gefahr im Verzug“) kann die Staatsanwaltschaft selbst anordnen.

2. Muss ich Unterlagen freiwillig herausgeben?
Nein. Sie müssen die Maßnahme dulden, aber nicht aktiv mitwirken. Überlassen Sie die Entscheidung, welche Unterlagen beschlagnahmt werden dürfen, den Beamten – und lassen Sie das später rechtlich prüfen.

3. Soll ich bei einer Durchsuchung Angaben machen?
Nein. Schweigen ist Ihr Recht und meist die beste Strategie. Kontaktieren Sie sofort einen Anwalt.

4. Kann ich mich gegen eine Durchsuchung wehren?
Sie dürfen widersprechen, sollten die Maßnahme aber nicht behindern. Später kann Ihr Anwalt Beschwerde einlegen und die Rechtmäßigkeit prüfen lassen.

5. Was droht nach einer Durchsuchung?
In der Regel folgt eine Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen und häufig die Einleitung eines Steuerstrafverfahrens. Eine gute Verteidigung kann entscheidend sein, um Folgen zu begrenzen.

Betriebsprüfung in Hanau: Ablaufhemmung, Fristen & Auswertung des Prüfungsberichts

Warum die Prüfungsanordnung Ihre Fristen stoppt

Wird vor Ablauf der Festsetzungsverjährung eine Außenprüfung angeordnet und mit ernsthaften Ermittlungshandlungen begonnen, hemmt das den Fristenlauf, bis geänderte Bescheide unanfechtbar sind. Das gilt auch, wenn eine fristgerecht angeordnete Prüfung auf Ihren Antrag verschoben wird – sofern Ihr Antrag tatsächlich ursächlich für die Verlegung war. Verschiebt das Amt aus eigenen Gründen, läuft die Frist weiter.

Praxis-Hinweise:

  • Saisonspitzen (z. B. Weihnachtsgeschäft): Ein gut begründeter Verschiebungsantrag ist oft möglich – aber die Ablaufhemmung kann trotzdem greifen.

  • 2-Jahres-Regel bei befristeter Verschiebung: Beginnt die Prüfung nicht binnen 2 Jahren nach Ihrem befristeten Antrag, fällt die Hemmung rückwirkend weg. Ein weiterer Antrag startet die 2 Jahre erneut.

  • Unbefristeter Antrag (z. B. „Bitte erst nach Abschluss einer anderen Prüfung“): Die Hemmung endet 2 Jahre nach Wegfall des Hinderungsgrunds (ab Kenntnis der Behörde), sofern bis dahin nicht begonnen wurde.

  • Aussetzung der Prüfungsanordnung (AdV): Auch während der Aussetzung bleibt die Ablaufhemmung bestehen.

  • Wirksame Prüfungsanordnung & Beginn: Schon Aktenstudium, schriftliche Unterlagenanforderungen oder Mitwirkungsbitten zählen als Prüfungsbeginn – auch wenn Sie das noch nicht bemerken.

  • Umfang: Gehemmt sind nur die in der Anordnung benannten Steuern und Zeiträume. Erweiterungen brauchen eigene Anordnungen vor Fristablauf.

Was zählt als Ermittlung – und was nicht?

Ermittlungshandlungen sind alles, was auf die Überprüfung von Besteuerungsgrundlagen zielt (z. B. Anforderung, Auswertung, Mitwirkungsaufforderung).
Nicht fristhemmend: bloße Erstellung oder Zusammenfassung des Prüfungsberichts ohne neue Ermittlung.

Nach der Betriebsprüfung: Bindungswirkung & Änderungsrisiken

Wurden Bescheide geändert oder durch die Außenprüfung bestätigt, steigt die Bindungswirkung: Spätere Änderungen wegen „neuer Tatsachen“ sind regelmäßig nur noch bei Steuerhinterziehung oder leichtfertiger Verkürzung möglich – die Beweislast liegt bei der Finanzverwaltung.

Verbindliche Zusage nach der Prüfung (für die Zukunft)

Für geprüfte, fortwirkende Sachverhalte (z. B. Gesellschaftsverträge, Modelle, wiederkehrende Gestaltungen) können Sie eine verbindliche Zusage beantragen.
Wichtig:

  • Zeitnähe zur Außenprüfung wahren; Antrag schriftlich/elektronisch stellen.

  • Zusagen gelten, solange wesentliche Sachverhalte gleich bleiben und sich das Gesetz nicht ändert.

  • Mündliche „Zusatzzusagen“ einzelner Prüfer sind nicht einklagbar – wir sichern solche Verständigungen sauber ab.

FAQ Hanau – Betriebsprüfung & Fristen

1) Hemmt jede Prüfungsanordnung automatisch die Verjährung?
Nur bei wirksamer Anordnung und tatsächlichem Prüfungsbeginn (echte Ermittlungshandlungen).

2) Ich habe um Verschiebung gebeten – läuft die Frist jetzt garantiert weiter?
Nicht automatisch. Die Hemmung greift nur, wenn Ihr Antrag tatsächlich ursächlich für die Verlegung war.

3) Zählt das Aktenstudium als Prüfungsbeginn?
Ja – auch nicht sichtbare Handlungen wie Aktenstudium oder schriftliche Anforderung können den Beginn markieren.

4) Gilt die Hemmung für alle Steuern/Zeiträume?
Nein. Nur für die in der Anordnung genannten Steuern/Zeiträume. Erweiterungen brauchen eigene Anordnungen vor Fristablauf.

5) Können wir nach der BP noch etwas „festzurren“?
Ja: Verbindliche Zusage für künftig gleichgelagerte Sachverhalte – mit klarer Bindungswirkung, solange sich nichts Wesentliches ändert.

Selbstanzeige nach § 371 AO – Hanau

Wann eine Selbstanzeige sinnvoll ist

Die Selbstanzeige nach § 371 Abgabenordnung (AO) ist das zentrale Instrument, um trotz begangener Steuerhinterziehung (§ 370 AO) Straffreiheit zu erlangen. Sie greift nur, wenn der Steuerpflichtige vollständig und rechtzeitig alle bisher nicht erklärten steuerlich relevanten Sachverhalte nachmeldet. Entscheidend ist, dass sämtliche unverjährten Fälle einer Steuerart offengelegt werden – mindestens die letzten zehn Jahre.

Dabei gilt:

  • Es ist unschädlich, wenn eine Berichtigung nach § 153 AO fälschlich als „Selbstanzeige“ überschrieben wird oder umgekehrt – die Bezeichnung ist rechtlich nicht entscheidend („falsa demonstratio non nocet“).

  • Eine Selbstanzeige muss schriftlich und nachweisbar beim Finanzamt eingereicht werden – idealerweise vorbereitet durch einen Fachanwalt, um Fehler mit Sperrwirkung (§ 371 Abs. 2 AO) zu vermeiden.

  • Bei mehreren Beteiligten (z. B. Ehepartner, Mittäter) ist eine zeitliche Abstimmung zwingend, da sonst die wirksame Selbstanzeige des einen zur faktischen Strafanzeige gegen den anderen werden kann.

 

Voraussetzungen für Straffreiheit

 

Eine wirksame Selbstanzeige setzt voraus:

  1. Vollständige Offenlegung aller steuerlich relevanten Sachverhalte innerhalb des betroffenen Zeitraums.

  2. Rechtzeitige Abgabe – vor Tatentdeckung oder bevor Sperrgründe eintreten (z. B. Beginn einer Außenprüfung).

  3. Nachzahlung der hinterzogenen Steuern zuzüglich Zinsen und ggf. eines Zuschlags nach § 398a AO.

 

Straffreiheit tritt nicht ein, wenn:

 

  • die Tat bereits entdeckt ist und der Täter dies wusste,

  • eine Prüfungsanordnung vorliegt,

  • oder die Nachzahlung nicht fristgerecht erfolgt.

 

Täter, Mittäter, Gehilfen

 

  • Täter & Mittäter: Straffreiheit nur bei vollständiger Offenlegung und Begleichung der Steuerschulden.

  • Gehilfen: müssen keine Steuern nachzahlen, aber die Beteiligung vollständig offenlegen.

Risiken einer unvollständigen Selbstanzeige

Eine teilweise oder fehlerhafte Selbstanzeige kann fatale Folgen haben:

  • Unwirksamkeit und damit keine Straffreiheit.

  • Stattdessen droht eine verunglückte Selbstanzeige: Das Verfahren wird strafmildernd berücksichtigt, aber bleibt strafbar.

  • Zahlungen werden trotzdem fällig, ggf. zuzüglich Strafzuschlägen.

 

Strategisch sinnvoll: die zweistufige Selbstanzeige

 

In der Praxis empfiehlt sich häufig die zweistufige Vorgehensweise:

  1. Erste Anzeige mit Rahmendaten zur fristgerechten Absicherung.

  2. Nachgelagerte Präzisierung mit vollständiger Aufarbeitung aller Zahlen und Unterlagen.

 

So wird der Wettlauf mit der Sperrwirkung vermieden und die Anzeige bleibt wirksam.

FAQ – Selbstanzeige (§ 371 AO) Hanau

1) Kann ich eine Selbstanzeige auch alleine einreichen?
Ja. Auch Teilnehmer oder Mittäter können individuell eine wirksame Selbstanzeige stellen – die Offenlegung muss aber vollständig sein.

2) Muss ich Belege mit einreichen?
Nein. Es reichen konkrete Zahlen, Steuerart und Zeitraum. Sinnvoll ist jedoch eine beleggestützte Aufbereitung durch den Anwalt.

3) Kann ich für meinen Ehepartner eine Selbstanzeige „mitmachen“?
Nein. Eine Selbstanzeige wirkt nur für den Erklärenden. Unkoordinierte Vorgehensweisen können den anderen sogar belasten.

4) Was passiert, wenn ich die Nachzahlung nicht leisten kann?
Dann scheitert die Selbstanzeige: Straffreiheit entfällt. Es bleibt bei einer Strafbarkeitsmilderung, aber nicht bei Straffreiheit.

5) Gibt es Fristen?
Ja. Die Selbstanzeige muss vor Tatentdeckung und vor Prüfungsbeginn beim Finanzamt eingehen. Hier zählt oft jede Stunde.

Drohende Untersuchungshaft und vorläufige Festnahme – Hanau

Vorläufige Festnahme durch Steuerfahndung und Polizei

Normalerweise dürfen nur Polizei und Staatsanwaltschaft einen Verdächtigen festnehmen. Doch nach § 127 StPO („Jedermannsrecht“) darf jedermann – und damit auch die Steuerfahndung – eine Person vorläufig festnehmen, wenn sie „auf frischer Tat betroffen oder verfolgt“ wird.

Die Anforderungen sind hoch: Ein bloßer Anfangsverdacht reicht nicht aus. Gerade im Steuerstrafrecht ist der Nachweis von Wissen und Wollen problematisch. Ob ein Fehler in der Steuererklärung vorsätzlich oder fahrlässig geschah, lässt sich oft erst im Verfahren klären. Deshalb sind Festnahmen durch die Steuerfahndung nur in Ausnahmefällen zulässig.

 

Im Regelfall zieht die Steuerfahndung bei schwerwiegenden Verdachtsmomenten die Polizei und die Staatsanwaltschaft hinzu, damit diese eine Festnahme und ggf. den Haftbefehl beantragen können.

Drohende Untersuchungshaft (§§ 112 ff. StPO)

Nach einer Festnahme muss der Beschuldigte unverzüglich, spätestens am Folgetag, einem Haftrichter vorgeführt werden (§ 128 StPO). Dieser entscheidet, ob

  1. eine Freilassung erfolgt,

  2. ein Haftbefehl ergeht, aber unter Auflagen (z. B. Kaution, Meldepflicht), oder

  3. Untersuchungshaft angeordnet wird.

 

Voraussetzungen für Untersuchungshaft

  • Dringender Tatverdacht: hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine Steuerhinterziehung begangen wurde.

  • Haftgrund: z. B. Flucht, Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr (Beeinflussung von Zeugen oder Beweismitteln) oder Wiederholungsgefahr.

  • Verhältnismäßigkeit: U-Haft darf nicht länger dauern als die zu erwartende Strafe. Bei Bagatelldelikten ist sie unzulässig (§ 113 StPO).

 

Typische Haftgründe im Steuerstrafrecht

  • Fluchtgefahr: vor allem bei hohen Hinterziehungsbeträgen, Auslandskonten oder engen Verbindungen ins Ausland.

  • Verdunkelungsgefahr: wenn der Verdacht besteht, dass Beweise vernichtet oder Zeugen beeinflusst werden.

  • Wiederholungsgefahr: wenn weitere Steuerdelikte in naher Zukunft drohen.

 

Bedeutung für Beschuldigte

 

Eine Festnahme oder drohende Untersuchungshaft ist ein massiver Eingriff in die Freiheit und oft ein Schockmoment für Mandanten. Wichtig ist daher:

  • Keine Aussagen ohne Anwalt! Sie haben ein umfassendes Schweigerecht.

  • Sofort Verteidiger kontaktieren: Nur ein erfahrener Fachanwalt für Steuerstrafrecht kann prüfen, ob die Voraussetzungen für einen Haftbefehl vorliegen.

  • Strategische Verteidigung: Oft kann durch Kaution oder Auflagen eine Haft vermieden werden.

FAQ – Hanau - Untersuchungshaft und Arrest im Steuerstrafrecht

1) Darf die Steuerfahndung selbst festnehmen?
Ja, aber nur unter engen Voraussetzungen (§ 127 StPO). Meist übernimmt die Polizei die Festnahme.

2) Was passiert nach einer Festnahme?
Spätestens am Folgetag erfolgt die Vorführung vor den Haftrichter (§ 128 StPO). Dieser entscheidet über Freilassung oder Haft.

3) Reicht ein einfacher Verdacht für Untersuchungshaft?
Nein. Es muss ein dringender Tatverdacht vorliegen, also eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine Steuerhinterziehung begangen wurde.

4) Kann U-Haft vermieden werden?
Ja. Oft wird ein Haftbefehl außer Vollzug gesetzt, wenn Sicherheiten (Kaution), Meldepflichten oder andere Auflagen erfüllt werden.

5) Was ist bei Durchsuchung oder Festnahme am wichtigsten?
Bewahren Sie Ruhe, leisten Sie keinen Widerstand und äußern Sie sich nicht zur Sache, bis Ihr Anwalt anwesend ist.

Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelten (§ 266a StGB) – Hanau

Was bedeutet „Vorenthalten von Arbeitsentgelt“?

Nach § 266a StGB macht sich ein Arbeitgeber strafbar, wenn er die fälligen Sozialversicherungsbeiträge seiner Arbeitnehmer nicht oder nicht vollständig an die zuständige Krankenkasse abführt. Geschütztes Rechtsgut ist nicht der individuelle Lohn des Arbeitnehmers, sondern das Solidarsystem der Sozialversicherung.

Betroffen sind also nicht nur klassische Schwarzlohn-Zahlungen, sondern auch Fälle, in denen Beiträge verspätet, unvollständig oder gar nicht abgeführt werden.

Wer kann Täter sein?

  • Arbeitgeber im sozialrechtlichen Sinn (nicht nur „Auftraggeber“).

  • Bei Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH) sind regelmäßig die Geschäftsführer verantwortlich.

  • Auch ein faktischer Geschäftsführer kann Täter sein, wenn er die Geschicke des Unternehmens tatsächlich lenkt.

  • Ein bloßer „Strohmann“ oder Scheingeschäftsführer ohne Einfluss ist dagegen nicht strafbar.

 

In Krisensituationen kann sich die Verantwortung aller Geschäftsführer wieder verschärfen, auch wenn intern Zuständigkeiten verteilt wurden.

 

Welche Anforderungen stellt die Rechtsprechung?

 

  • Vorsatz erforderlich: Der Arbeitgeber muss wissen, dass ein Beschäftigter tatsächlich Arbeitnehmer ist.

  • Der BGH nimmt Vorsatz schon dann an, wenn Beschäftigte nach festen Stunden bezahlt, weisungsgebunden in den Betrieb eingegliedert und ohne eigenes Unternehmerrisiko tätig sind (BGH, 1 StR 320/09).

  • Irrtümer über die Arbeitnehmereigenschaft gelten meist nur als Verbotsirrtum (§ 17 StGB), nicht als vorsatzausschließender Irrtum.

 

Abgrenzung: Beitragsvorenthaltung vs. Beitragsbetrug

  • Vorenthaltung (§ 266a Abs. 1 StGB): Arbeitnehmer ist angemeldet, Beiträge werden aber nicht abgeführt.

  • Beitragsbetrug (§ 263 StGB): Arbeitnehmer wird gar nicht gemeldet, um Beiträge komplett zu umgehen.

 

Strafe und Rechtsfolgen

 

  • Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe (§ 266a Abs. 1 StGB).

  • In besonders schweren Fällen (z. B. bandenmäßig, hoher Schaden) sogar bis zu 10 Jahren.

  • Geschäftsführer haften persönlich – auch zivilrechtlich.

 

Die Abführungspflicht hat Vorrang vor allen anderen Zahlungen (Lieferanten, Nettolöhne). Nur innerhalb der 3-wöchigen Insolvenzantragsfrist sind Geschäftsführer ausnahmsweise nicht verpflichtet (BGH II ZR 48/06).

Selbstanzeige und Strafmilderung

§ 266a Abs. 6 StGB sieht eine Art Selbstanzeige vor: Teilt der Arbeitgeber der Einzugsstelle unverzüglich die Nichtabführung mit und nennt die Gründe, kann das Gericht von Strafe absehen. Entscheidend ist, dass die Mitteilung rechtzeitig und vollständig erfolgt.

Praxisbeispiel

 

Ein Bauunternehmer zahlt seine Mitarbeiter „schwarz“ aus, ohne Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Der BGH rechnet den ausbezahlten Nettolohn auf einen fiktiven Bruttolohn hoch (§ 14 Abs. 2 S. 2 SGB IV). Damit steigt der Schadensbetrag erheblich (BGH, 1 StR 185/16).

FAQ – Vorenthalten von Arbeitsentgelt (§ 266a StGB) - Hanau

1) Wer ist verantwortlich – die Firma oder der Geschäftsführer?
Immer die verantwortlichen Organe (z. B. Geschäftsführer). Bei mehreren Geschäftsführern kann die Verantwortung geteilt sein.

2) Reicht Fahrlässigkeit für eine Strafe?
Nein, strafbar ist nur Vorsatz. Fahrlässiges Nichtzahlen kann aber Bußgelder nach sich ziehen.

3) Droht automatisch Haft?
Bei hohen Schadenssummen (> 1 Mio. €) droht regelmäßig auch Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr.

4) Gibt es eine Selbstanzeige?
Ja, § 266a Abs. 6 StGB erlaubt Strafbefreiung, wenn rechtzeitig und vollständig gemeldet wird.

5) Welche Strafen sind realistisch?
Von Geldstrafe bis hin zu mehrjährigen Freiheitsstrafen, abhängig von Höhe, Dauer und Vorsatz.

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